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LERNPROJEKTE UND PRAKTIKEN

Die Praktiken beginnen ab der dritten Klasse und beziehen sich auf das Thema des Jahres.

Landwirtschaftliches Praktikum «Durchs Korn» (3. Klasse)

Im Laufe des Jahres erleben Kinder die Reise vom Anbau eines kleinen Getreides bis zur Herstellung ihres eigenen gebackenen Brotes. Sie pflügen das Land, eggen es, säen, beobachten das Wachstum der Ähren. Dann ernten, dreschen, mahlen sie Körner zu Mehl und backen Brot. Außerdem lernen die Kinder in der Epoche „Landwirtschaft“ verschiedene landwirtschaftliche Tätigkeiten kennen und sammeln praktische Erfahrungen in der Haltung von Haustieren, der Käse- und Butterherstellung sowie dem Gemüseanbau. 

Projekt «Bauen» (3. Klasse)

In diesem Alter durchlaufen Kinder eine schwierige Phase ihrer Entwicklung – den „Rubikon“. Bis zu diesem Wendepunkt hat sich das Kind nicht von seiner Umgebung unterschieden, und jetzt muss es sich von der Außenwelt abheben. Kritik, Zweifel, Selbstzweifel tauchen auf. Das Kind möchte sich geschützt fühlen. Das Projekt "Bau" kommt zur Rettung.

Zunächst werden die Bautraditionen verschiedener Nationalitäten untersucht, Modelle kleiner Häuser erstellt. Und dann beteiligen sich die Kinder zusammen mit ihren Eltern am eigentlichen Bau kleiner Strukturen: eines Pavillons, einer Mazanka, eines Ofens... Die Hauptsache ist das Verständnis, dass die Welt um uns herum von unseren eigenen Händen geschaffen wird.       

Heimatkunde (Klasse 4)

Nachdem die Kinder ein Haus gebaut haben, sind sie bereit, etwas über die Welt um sie herum zu lernen. Während des ganzen Jahres lernen die Schüler, sich mit der Karte, dem Kompass und Naturphänomenen im Gelände zurechtzufinden. Sie studieren ihre Stadt – Straßen und Gebäude, erstellen Karten.

Naturpraktikum (5. Klasse)

In der 5. Klasse beschäftigen sich die Schüler mit dem Pflanzenleben in unmittelbarer Nähe – unweit der Schule. Blumenbeete werden angelegt, Blumen und Bäume gepflanzt. Die sanfte, achtsame Kommunikation mit der Erde bildet die Erfahrung eines bewussten Umgangs mit der Natur als integralen Bestandteil des menschlichen Lebens, was für Kinder, die in Städten aufwachsen, sehr wichtig ist.

Projekt «Olympische Spiele» (5. Klasse)

Dieses Alter eines Schülers gilt als das harmonischste, sowohl in Bezug auf den Zustand des physischen Körpers als auch der inneren Welt. Die Kinder sind leicht zu bewegen, können komplexe Rhythmen mit ihren Händen und Füßen wiederholen, lernen jonglieren. Die Epoche des antiken Griechenlands mit ihrer Mythologie ist organisch in die kindliche Weltwahrnehmung eingebunden. Realisiert wird dieses Erlebnis am Ende des Schuljahres in der Olympiade, einer besonderen Veranstaltung aller Waldorfschulen, bestehend aus Sport- und Theaterwettkämpfen im Geiste des antiken Griechenlands.

Projekt «Ritterturnier und Mittelalterball» (6. Klasse)

Das Leitmotiv der 6. Klasse ist die Geschichte des Mittelalters. Dieses Material entspricht der Stimmung eines Kindes in diesem Alter: Mädchen streben nach Schönheit, und Jungen streben wie mittelalterliche Ritter danach, mutig und tapfer zu sein. Die Epoche der Geschichte wird von freiwilliger und künstlerischer Aktivität begleitet: Mittelalterliche Tänze, Lieder, Balladen werden gelernt. Im Sportunterricht üben die künftigen Ritter Speerwerfen, Bogenschießen, Stockfechten und sogar Reiten. Die Schüler nähen gemeinsam mit ihren Eltern mittelalterliche Kostüme. Am Ende des Jahres findet ein mittelalterliches Turnier statt, bei dem die Schüler ihr Können zeigen. Am Ende einer solchen Veranstaltung findet ein mittelalterlicher Ball statt: Zu Musikklängen tanzen Ritter mit schönen Damen.

Mineralogische Praktikum (6. Klasse)

In der 6. Klasse wechseln die Kinder aus dem bereits bekannten Pflanzen- und Tierreich in die geheimnisvolle Welt der Mineralien. Der beste Weg, seine Eigenschaften kennenzulernen, ist, mit eigenen Augen zu sehen, was sich unter der oberen fruchtbaren Schicht der Erde verbirgt. Deshalb gehen wir für den praktischen Unterricht in die Natur. Kinder können Granit- und Kalksteinlandschaften erleben, Basaltsäulen sehen, ihre eigene Mineraliensammlung sammeln, lernen, wie man Proben richtig formt und signiert. Aber die Hauptsache ist, dass sie ihre eigene Erfahrung in der Kommunikation mit der Natur machen.

Umweltpraktikum (7. Klasse)

6 Jahre lang haben Kinder viel Wissen über die Welt um sie herum erworben. Sie zusammenzufassen, ein vollständiges Bild davon zu machen ist die Aufgabe des Umweltpraktikums der 7. Klasse. Das Beobachten bestimmter Naturräume, das Analysieren der Wechselbeziehungen zwischen dem Leben von Pflanzen, Tieren und Mineralien ermöglichen es Kindern, sich der Einheit aller Natur zu vergewissern, die Erde als ein Ganzes zu betrachten. Eine besondere Aufgabe besteht darin, den Platz des Menschen in dieser Welt zu verstehen: Wie kann man leben, um diesen erstaunlichen Organismus - unsere Erde - nicht zu zerstören?

Die Schüler führen praktische Aufgaben durch, tauschen Ergebnisse aus, machen Notizen, Zeichnungen, Fotos, interviewen Anwohner. Das Ergebnis dieses Praktikums ist eine kleine Schulkonferenz, bei der andere Schüler und Lehrer von den Forschungsergebnissen erfahren können.

Astronomisches Praktikums (7. Klasse)

Die Astronomie nimmt im Zyklus der Naturwissenschaften einen besonderen Platz ein. Während der gesamten Schulzeit lernen die Kinder nach und nach das Leben im Weltraum und seinen Einfluss auf die Erde kennen. In der 7. Klasse erscheint ein eigenes Fach – Astronomie. Daher kann man auf eine praktische Bekanntschaft mit dem Sternenhimmel und seinen Hauptobjekten nicht verzichten. Wir besuchen Observatorien, beobachten den Tag- und Nachthimmel, messen die Koordinaten von Gestirnen, lernen, die Ergebnisse unserer Arbeit genau und künstlerisch festzuhalten.

Künstlerisches Praktikum (7. Klasse)

Am Ende des siebten Schuljahres besuchen unsere Schüler traditionell die Stadt Lwiw zum künstlerischen Praktikum. Sie reisen durch die Straßen der Altstadt und verkörpern in ihren Zeichnungen das Wissen, ein perspektivisches Bild aufzubauen, die Fähigkeit, die Tiefe des Raums in der Ebene zu vermitteln, und sammeln die Erfahrung eines fast unabhängigen Lebens.

Theaterprojekt (8. Klasse)

In Anbetracht der Bedeutung der Sozialisierung von Teenagern konzentriert sich ihre Aufmerksamkeit auf Fragen der universellen menschlichen Werte und der Entwicklung kommunikativer Qualitäten. Am Ende der 8. Klasse wird ein großes Theaterstück aufgeführt, an dem die ganze Klasse teilnimmt. Für dieses Projekt wird in der Regel ein klassisches Stück ausgewählt, das das Interesse und die Bewunderung der Teilnehmer weckt.

Sprachpraktikum (10. Klasse)

In einer Waldorfschule werden ab der ersten Klasse zwei Fremdsprachen unterrichtet. Um in die Kultur des Landes einzutauchen, dessen Sprache gelernt wurde, werden in den Oberstufen Klassenfahrten oder individueller Austausch von Waldorfschülern angeboten. Die Schüler besuchen Schulklassen und haben ein reichhaltiges Kulturprogramm. Das sind unvergessliche Eindrücke, unschätzbare Erfahrungen und bedeutende Fortschritte beim Erlernen einer Fremdsprache.

Geodäsiepraktikum (10. Klasse)

Während dieses Praktikums erwerben die Schüler die Fähigkeiten, Gelände mit geodätischen Instrumenten zu messen und eine genaue Karte zu erstellen. Sie bekommen eine Vorstellung davon, wie eine Geländekarte entsteht und wie wichtig die Genauigkeit bei der Arbeit mit Messgeräten ist. Die Schüler lernen, mit objektiven Anforderungen und Merkmalen von Methoden der Arbeit mit solchen Geräten umzugehen. Diese Arbeit erzieht Geduld und kritische Selbsteinschätzung.